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Bremssattel

  • Bremssattel/ -halter(Träger)
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  • Einzelteile
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Passenden Bremssattel fürs Auto kaufen

Bremssättel für Scheibenbremsen werden in Fest-, Rahmen- und Faustsättel unterschieden. Festsättel beinhalten Bremskolben zu beiden Seiten der Bremsscheibe. Schwimmrahmen- und Faustsättel nur auf einer Seite. Sie sind verschiebbar gelagert und pressen durch die beim Bremsen auftretende Rückstellkraft auch den gegenüberliegenden Bremsbelag an die Bremsscheibe. Der Kolben im Bremssattel wird durch Kolbendichtringe mit quadratischem Querschnitt in einer profilierten Gehäusenut abgedichtet. Sie sorgen nach dem Bremsvorgang für ein Zurückziehen des Kolbens und erzeugen das sogenannte Lüftspiel (geringes Rest Bremsmoment). Bei starker axialer Verformung und Verschiebung der Bremsscheibe, z.B. durch Radlagerspiel, wird mit der Dichtungsgeometrie das Wiedervorziehen des Kolbens erreicht.

Zum Schutz gegen Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz sichert eine Schutzkappe den Bereich zwischen Kolben und Gehäusebohrung. Sie ist als Faltenbalg geformt, da sie sich dem veränderlichen Hub anpassen muss, der durch Verschleiß der Bremsbeläge und der Scheibenreibflächen sowie axialen Toleranzen entsteht. An der höchstgelegenen Stelle des Zylinders ist zum Entlüften der Bremsanlage eine Entlüfterschraube angebracht, um eventuell eingedrungene Luft aus der Bremsanlage zu entfernen.

Werkstoffe für den Bremssattel

Die Gehäuse der Faustsättel werden im Allgemeinen aus Kugelgraphitguss in den Qualitäten GGG50…60 gegossen. Bei Anforderungen an geringes Gewicht setzt man verschraubte Gehäuse ein, wobei die Zylinderseite aus hochfestem Aluminiumguss besteht. Die Gehäusepratze, welche über die Bremsscheibe auf den Belag der Felgenseite führt, wird aus hochfesten Kugelgraphitguss gefertigt. Bei besonderen Anforderungen an geringes Gewicht wird das gesamte Gehäuse als ein Teil in Aluminium ausgeführt. Bremskolben werden aus Grauguss, Stahl, Aluminium-Legierungen und spritzbaren Kunststoffen hergestellt.

Festsattel

Festsättel sind an der Vorderachse schwerer PKW mit Heckantrieb weit verbreitet. Hier hat man im Gegensatz zu frontgetriebenen Fahrzeugen ausreichend Einbauraum an der Vorderachse. Das Kennzeichen eines Festsattels sind die beidseitig der Scheibenreibflächen angeordneten Bremszylinder und ein feststehendes Gehäuse. Die zwei Hälften des Gehäuses sind axial miteinander verschraubt. Auf beiden Scheibenseiten befindliche Bremskolben sind durch Kanalbohrungen in den Gehäusehälften hydraulisch miteinander verbunden. Die Kanalbohrungen sind an der Kontaktfläche mit Dichtungen nach außen abgedichtet. Der Übergang dieser Bohrung über den Scheibenaußendurchmesser ist thermisch sensibel. Besondere Maßnahmen zur Kühlluftführung und ausreichend gute Bemessung der Scheibe verhindern Dampfblasenbildung in der Bremsflüssigkeit, die zum Bremsenausfall führen könnte. Die Beläge stützen sich tangential an Anschlagführungen seitlich der Kolben ab. Vorteil dieser Sattelkonstruktion ist die durch hohe Steifigkeit bedingte geringe Volumenaufnahme.

Rahmensattel

Beim Rahmensattel befinden sich nur auf einer Seite Kolben, dadurch lässt sich die Bremsscheibe axial tiefer in die Felgenschüssel verlagern. Dies erleichtert die Realisierung eines negativen Lenkrollradius. Die Reaktionskraft des Kolbens wird mit einem Rahmen über die Scheibe auf den felgenseitigen Belag übertragen. Das Zylindergehäuse ist im Rahmen befestigt. Beide Beläge stützen ihre jeweiligen tangentialen Bremsumfangskräfte unmittelbar auf zwei Arme des mit der Radnabe bzw. Achsschenkels festgeschraubten Halters ab. Der Vorteil von Rahmensätteln ist die niedrige Bremsflüssigkeitstemperatur im Zylinder, da zum einen die Bremsflüssigkeit nicht über die Bremsscheibe geführt wird. Zum anderen erlaubt der große und offene Belagschacht der Kühlluft guten Zutritt zu den Bremsbelägen.

Faustsattel

Der Faustsattel ähnelt dem Rahmensattel, hat allerdings einige Vorteile. Er erlaubt großflächige Beläge, eine optimale Belagform, ein geringes Gewicht und eine relativ kleine Baugröße. Das in der Regel einteilige Gehäuse gleitet auf zwei Armen eines angeschraubten Halters oder auch des Achsschenkels selbst. Die Halterarme können auf der Außenseite über hakenförmige Enden der Belagträgerplatte mit einer angegossenen Brücke verbunden sein. Auf diese Weise kann man beim Bremsvorgang die Beläge als gezogene Beläge ausführen. Man erhält mit dieser Bauweise zwei entscheidende Vorteile: Erstens schmiegen sich die Beläge gleichmäßig an die Scheibenoberfläche an, dadurch erhält man auf Innen- und Außenseite einen gleichmäßigen Belagverschleiß und zweitens sind stark reduzierte Geräusche die Folge.

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